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Wir stehen mitten in der Unendlichkeit des digitalen Raumes, wo Ort, Raum und Zeit nicht mehr klar definiert werden können. Die klassischen Eckpunkte von Architektur wie Körperlichkeit und Leere, Proportion und Massstab, Licht und Dunkel sind aufgehoben. Wir stehen vor dem Unfassbaren, in einem Feld von Informationen, der Bitsphäre. Wie lässt sich dieser Aggregats-zustand noch beschreiben? Wie stabil ist dieses Fluidum, das in ständiger Bewegung ist, eine nervös vibrierende Datenflut, die ständig komprimiert und wieder extrahiert wird, verteilt und empfangen, weitergeleitet um dann in veränderter Form irgendwo wieder aufzutauchen, wo sich Information manchmal durch sich selbst zerstört oder aufhebt?
Das Bild einer Nationalbibliothek der Zukunft ist ein metaphorisches. Es ist der Versuch einer Vermischung des euklidischen (geometrischen) Raumes mit der elektronischen Sphäre, der Versuch, dem Entmaterialisierten Gestalt zu geben.
Die Bibliothek der Zukunft ist eher Gebilde denn Gebäude.
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